Brighton

Juni 18th, 2007

Ende März 2007. An einem Freitagnachmittag. Dunkel und trübe. Soll im Sommer wesentlich attraktiver sein. Hab ich gehört.

Es gibt einen Kiesstrand. Und es gibt eine abgebrannte Pier (the West Pier). Und es gibt die Brighton Pier mit Arcade Halls, Fun Fair und Fressbuden. Mehr kann ich zu Brighton nicht sagen. Nur, dass es noch die Lanes gibt, die wirklich nett sind, aber fotografisch nicht wirklich festhaltbar.

40 days remaining

Mai 22nd, 2007

In vierzig Tagen ist Schluss mit Zigarette zum Bier im Pub. Aus, vorbei, nie mehr wieder.
From 1st of July 2007 virtually all enclosed public places and workplaces in England will become smokefree. A smokefree England will ensure a healthier environment, so everyone can socialise, relax, travel, shop and work free from secondhand smoke.

Es wird keine Raucher- und Nichtraucherpubs geben. Es wird auch nicht, wie anfangs mal diskutiert, nur dort das Rauchen verbannt wo Essen serviert wird. Es gibt einen full ban, gleiches Recht für alle. Man darf auch nicht mehr zu hause rauchen, sofern man dort Personal beschäftig. Dazu zählt auch die Putzfrau. Glaube ich. Im Bushäuschen Kippe anzünden: vergiss es. Clubbing: no fags allowed, mate. Zigarette zum Fry Up im local Cafe: nope.

Wie wird das ganze durchgesetzt? Indem die Verantwortlichen der Pubs, Clubs etc. bis zu 2,000 GBP zahlen müssen, wenn sie es versäumen ihre Gäste am Rauchen zu hindern. Ich selbst zahle £50 wenn ich beim Rauchen erwischt werde, aber dazu wird es der Publandlord auch gar nicht erst kommen lassen. Schottland ist schon länger rauchfrei und dort scheint es wunderbar zu funktionieren. Wie großartig die Vorstellung, nach einer night out keine stinkenden Klamotten auslüften zu müssen. Ein Freund war einmal in San Francisco, wo Clubs rauchfrei sind, und erzählte mir hocherfreut, dass seine Kleidung nach dem Weggehen sogar frischer rochen als vorher. You get the idea.

Was kommt: Eine wohlriechende, qualmfreie Zukunft in England. Dazu passend habe ich letzte Woche Montag mit dem Rauchen aufgehört und diesmal halte ich das auch durch. Mit dem Smoking Ban hatte das allerdings nichts zu tun.

Parliament Hill

April 16th, 2007

Parliament Hill in Hampstead Heath, NW3.

Der Hügel ist ca. 100 Meter über dem Meerespiegel und ermöglicht ganz wundervoll oben dargestellte Aussicht auf Londons “Skyline”.

Man findet diesen – auch als Kite Hill bekannten (weil dort sehr viele, erstaunlicherweise sehr erwachsene, Menschen ihre Drachen steigen lassen) – Hügel recht gut, wenn man sich weiß wo er ist, oder sich vor Ort durchfragt. Wenn man dagegen vorab seinen Telefonjoker benutzen möchte und einem befreundeten Blogger dabei gleich noch frohe Ostern wünscht und fragt, wo denn Parliament Hill sei und was man sonst so machen kann in Hampstead Heath, ob es ein paar tolle Insidertipps gibt, bekommt man als Antwort eher sowas wie “nimm dir ein Zelt mit und lauf da zwei Tage rum”, so viel gäbe es zu sehen und eingrenzen könne man das nun schon mal gar nicht. Recht hat er, der Bloggerfreund, aber die Zeit dafür hatte ich Sonntag leider nicht.

The Year of the Pig

Februar 18th, 2007

Kung Hei Fat Choi!
Chinese New Year 2007 in London.
Ich bin übrigens ein Rooster (find out your sign):
1933 1945 1957 1969 1981 1993 2005
People born in the Year of the Rooster are said to be decisive and hard working.
Famous Roosters include: Jennifer Aniston and Rod Stewart.

Dann kann ja nichts mehr schiefgehen.

Bilder von der Parade, Sunday 18-Feb-07:

dragon 1

parade

Zahlenspiele

Januar 25th, 2007

Der postcode in meinem Blogheader (wo im Moment WC1 steht) stimmt schon seit August 2005 nicht mehr. Mental Note: irgendwann mal auswechseln.
Inzwischen bin ich bereits dreimal umgezogen; vom ersten Wohnungswechsel habe ich hier geschrieben. Für die darauffolgenden fehlte mir die Ruhe, kann aber noch kommen. Abteilung: mal sehen/vielleicht später.

Jedenfalls ist mir heute zum ersten mal eine gewisse, sagen wir mal: Zahlendynamik aufgefallen. Von WC1 zog ich nach NW1, dann nach NW6 und jetzt lebe ich in NW8. Und auch die Hausnummern haben sich pro Umzug erhöht, von 1 Byng Place zu 18 Johnson House über 26 Malvern Road zu 32 B. House. Hat sich alles so ergeben, ohne direktn Einfluss von mir.

Ich sollte einen Numerologen aufsuchen und das unbedingt deuten lassen, bestimmt würde man da hervorragende Analysen an mir erstellen können. Geht es jetzt immer weiter aufwärts in meinem Leben? Ist es ein Trend? Eine versteckte Botschaft? Kann ich jetzt überhaupt noch gefahrlos weiter umziehen, ohne an die Zahlen zu denken? Man weiß es nicht.

PS: wer “curb your enthusiasm” nicht kennt hat mächtig, mächtig was im Leben verpasst. Das hat jetzt nichts mit dem Artikel zu tun.

schnee

Januar 25th, 2007

schnee

In London.
Mein erster Schnee in London. Ausblick aus meinem Fenster, gestern, gleich nach dem Aufstehen. Hübsch.

(Was aber nichts daran ändert, dass mir jetzt jeden morgen arschkalt ist und ich meine Füße bei der Arbeit kaum spüre!)

cambridge

Dezember 27th, 2006

cambridge-punting

Käimbritsch.
Im Oktober 2006.
Das, was auf dem Bild zu sehen ist, nennt sich Punting.
Kleine Randinformation: Das ist eines der letzten Bilder mit meiner Canon Digital Ixus 50. Note to self: nicht wieder Bananen im Rucksack offen zusammen mit der Kamera auf eine Busfahrt nehmen. Die vertragen sich nicht so gut. Das Display mag keinen gequetschten Bananen. Note to Canon: bitte Bananenquetschsaft-sichere Digitalkameras bauen. Danke (jetzt im Besitz einer Ixus 60).

2006 - ein rückblick

Dezember 27th, 2006

So, alle schön Weihnachten gefeiert? Oder politisch korrekter: had a nice holiday season? Sehr gut! Und nun, kurz vor Neujahr, nachdem jegliche Fernsehsender, Zeitungen und Magazine das schon hinter sich gebracht haben, auch von mir ein kleiner Jahresrückblick auf London 2006; genauer gesagt ausgewählte Postings, die ich hier übers Jahr verteilt geschrieben habe. Man könnte das natürlich auch Content-Recycling nennen, das stört mich aber überhaupt nicht. Jede Menge Links zum Anklicken, Zweitverwertung ist das neue A-Bloggen.

Im Januar war ich auf dem Borough Market, habe den Germen Deli-Stand gefunden und konnte endlich mal wieder Leberwurst essen. Dann ist mir der Singing Handyman aufgefallen, der aus seinem Handwerkerauto Londoner mit Gesang beschallt. Es gab einen von der Uni organisierten Trip nach Stonehenge, das ich mir irgendwie imposanter vorgestellt hatte. Und ich habe mir das Museum of Brands, Packaging and Advertising in Notting Hill angeschaut.

Februar: Crackin’ Sunday Roast at the Lock Tavern, Camden Town.

Jede Menge Fotos vom River Thames im März, mehr Fotos direkt hier.

Im Mai war der Sultan’s Elephant zu Gast in London, drei Tage lang. Mein definitives Highlight in Sachen Events in London, mehr ging nicht!

Der Sommer stand im Zeichen der Fußball-WM, und natürlich sind im Juni viele Briten Richtung Deutschland aufgebrochen. Mit einigen davon saß ich im Flugzeug, und sie haben versprochen nichts kaputtzumachen, in Deutschland. Regeln dazu gab es auf diesem Flyer, der an den Flughäfen en masse verteilt wurde.

Juli: Italien gewinnt den World Cup und ich bin in London und erlebe es hautnah mit. Verdammt beeindruckendes Feiervolk, das muss man ihnen lassen. Und hätte Deutschland gewonnen wäre der Verkehr an dem Abend am Piccadilly Circus sicher nicht zum Erliegen gekommen.

Im August gab es ordentlich Bass auf dem alljährlichen Notting Hill Carnival. Und East London hab ich mir auch kurz angeschaut.

Zwei Festivals im September: Das eher unspektakuläre Fressbudengelage Regent’s Street Festival und das kulinarisch aufregende Brick Lane Festival mit viel Curry.

Von Oktober bis jetzt gab es hier dann kaum noch Beiträge, was mit meinem neuen Job zusammenhängt. Bis dahin war ich noch Student und hatte mehr Zeit, mich diesem Blog zu widmen (und auch mehr Zeit was zu unternehmen, Fotos davon zu machen und darüber zu schreiben).
Ich bin dieses Jahr bereits dreimal umgezogen, Ende August aus dem Studentenwohnheim und lebe mittlerweile in meiner dritten Flat Share; im März werde ich mir was längerfristiges suchen, und über Wohnpreise, fällt mir ein, sollte ich hier unbedingt nochmal einen eigenen Beitrag machen, es soll ja Menschen geben, die keine Vorstellung haben, wie teuer das hier in London ist. Aufklärung folgt, schonungslos schockierend. Wie buchstabiert man noch mal “bezahlbare eigene Wohnung”?

In diesem Sinne: Alles Gute für 2007!

little venice

November 21st, 2006

Blick auf den Regent’s Canal. Von einer Brücke. London im Herbst. Map.

worst job of the day

November 1st, 2006

auf gehts
“freeeeeeeeeeeelondonlitelondonlitelondonlondonlite”
luftholen, weitermachen, immer raus mit den Gratisblättern:
“freeeeeeeeeeeelondonlitelondonlitelondonlondonlitemate?!”
holt wieder luft:
“freeelondonlitelondonlitefreeeelondonlitefreeeeelondonlitelondonlitelove?!”
und so weiter.

Selbstverständlich ist der äquivalente zum oben beschrieben Job, nämlich der thelondonpaper-Verkäufer, genau so übel. Und die Metro muss sich morgens jeder selbst mitnehmen, die wird einem ja gottseidank noch nicht aufgedrückt.
Mir tun die netten Evening Standard-Menschen leid. Kauft denen noch irgendjemand eine Zeitung ab? Fühlen sie sich langsam wie die BigIssue-Straßenverkäufer, die nach stundenlangem Warten mal eins von diesen Obdachlosen-Magazinen loswerden? Vermutlich ist es ihnen egal, sie werden ja bezahlt. Aber wie lange noch…