absentee ballot
as in postal vote, for those of you who prefer British Englisch. Naja, jedenfalls: Jamaika. Ampel. Große Koalition. Merkel, Schröder, Lästerwelle. Ach wie schön, dass ich nicht auf Nachrichten aus Deutschland verzichten muss. Und auch ich habe gewählt, Briefwahl. Letze Woche Montag. Ob meine Stimme rechtzeitig ankam werde ich niemals nachprüfen können.
Einen Hinweis in den Informationen zur Briefwahl fand ich bloggenswert: man steckt ja eigentlich alles in diesen lachsroten Umschlag und schickt es an den Wahhleiter; doch wer im Ausland verweilt und sich der Farbe wegen unsicher ist, ob der Brief dann auch wirklich zugestellt und nicht Unfug mit ihm getrieben wird, der darf alles auch in einen neutralen weißen Umschlag stecken. Am Wahlausgang hätte das wohl nichts geändert. Alles so knapp wie nie zuvor und das soll Deutschland nun weiterhelfen? Momentan darf sich ja jeder zum Kanzler (m/w) erklären und so ganz glücklick kann man ja mit keiner der möglichen Lösungen sein.
Ich verfolge jedenfalls aufmerksam die engliche Presse (heute in der Bibliothek Guardian, Times und Financial Times) und der Tenor ist unisono: Eigentlich haben alle mit Merkels Sieg gerechnet und Schröders gutes Abschneiden wird mit Überraschug aufgenommen. Die Kommentare beschreiben weitestgehend nur, dass es jetzt wohl ziemlich schwer wird, Deutschland aus der Krise zu führen, denn ohne eine klare Mehrheit geht das kaum.
Bleibt zu hoffen, dass sich “die da oben” jetzt mal zusammenreißen und ne schicke Regierung bilden, die alles besser macht, wie es ja millionenschwere Werbekampagnen den Wählern suggeriert haben…