the ox row inn, salisbury
Warnung: dieser Pub ist an Unfreundlichkeit nicht zu überbieten. Wer aus welchen Gründen auch immer darauf steht, sich als Gast mies behandeln zu lassen, dem empfehle ich unbedingt, nach Salisbury zu fahren und sich als Gruppe von ein paar Leuten ins Ox Row Inn zu setzen.
Ist ein Blog dazu da, Frust abzuladen? Oh ja, heute schon!
Die Geschichte ist mehr oder weniger kurz erzählt: wir (viele Amis, ein Serbe, ein Ägypter und ich) sind in Salisbury, wollen etwas trinken, gehen in besagten Pub und bestellen fast alle schön ein paar Pints. Vier setzen sich an einen kleinen Tisch, zwei von ihnen haben nichts bestellt. Wir setzen uns zu neunt an einen größeren Tisch, alle bis auf einen haben ein Bier in der Hand.
Nach ein paar Minuten kommt die vermutlich chronisch ungevögelte Besitzerin (i am just guessing, don’t quote me on that) und sagt laut und deutlich: You have to order something if you want to sit here. Das sagt sie zu jenem, der als einziger kein Bier hat. Das gleiche passiert am Nebentisch mit den vier restlichen Leuten aus unserer Gruppe, von denen zwei ja keinen Drink haben.
Natürlich bestellt sich keiner der Angesprochenen etwas. Als sie uns nach kurzer Zeit ein weiteres darauf “hinweist”, entgegne ich ihr, dass sie doch wohl definitiv Witze machen muss, schließlich haben wir ihr gerade nicht wenig Umsatz beschert, blockieren keinen Tisch, da fast alle etwas trinken und es kommen auch schon seit einer halben Stunde keine neuen Gäste; sie ignoriert mich.
Sie kommt dann ein drittes mal und sagt, so unglaublich das klingt: das sei hier keine Bushaltestelle und jeder müsse etwas bestellen.
Die Details des anschließenden Wortwechsels zwischen ihr und mir lasse ich jetzt einfach mal aus, es endet jedenfalls damit, dass wir so langsam wie möglich unsere Pints trinken und irgendwann den Pub verlassen.
Es ist mir unbegreiflich, wie dumm diese Frau sein kann.
Verständnis habe ich dafür, wenn ein Gastronomiebetrieb eine Gruppe von zehn Leuten freundlich darauf hinweist, es gehe leider nicht, dass nur zwei etwas bestellen, nur als Beispiel. Wenn hingegen einer von zehn keinen Drink bestellt, was glaubt sie denn, was dann passiert? Dass das gute Reputation für den Laden ist, was Freundlichkeit angeht? Dass ich jetzt in die Welt hinausgehe und allen Menschen erzähle, wie toll der Pub ist? Nun, ich mache gerade das Gegenteil, apparently.
Hätte sie nichts gesagt, wir hätten sicher fast alle noch ein zweites oder gar drittes Pint geordert. Wir hätten einen netten Nachmittag gehabt und ihr Geld in die Kasse gespült.
By the way: Anzahl der Gäste, die während der Stunde, die wir dort waren, den Pub betreten haben, und dann ja ihrer Meinung nach nicht hätten sitzen können, weil wir ihren Laden als Bus Stop missbrauchen:
precisely zero!
Leider ist mir nicht rechtzeitig eingefallen, ihr noch ein nettes “see you next tuesday” zuzurufen, zum Abschied sozusagen.

Januar 31st, 2006 at 8:59 pm
Hase… Du trinkst nachmittags Bier?
Januar 31st, 2006 at 9:35 pm
jennie, das hier ist ENGLAND und (in dem fall zwar nicht) LONDON; natürlich trinkt man da nachmittags bier, das ist völlig normal und akzeptabel ;)
Februar 2nd, 2006 at 8:14 am
Na jaaa… Kinder bekommen mit 12, Mädchen, die sich gegenseitig verprügeln und hoolende Fussballfans sind da ja auch akzeptabel. Genau wie diese ekelhaften Würstchen. ;o)
Februar 2nd, 2006 at 10:26 am
...die gar nicht gehen, wenn du wüsstest, was da alles DRIN ist; furchtbar. aber der engländer liebt sein fry up, da kannst du nichts machen.