von kulturellen unterschieden - ein fallbeispiel

Cultural Differences sind ein äußerst bedeutender Faktor des Zusammenlebens und -arbeitens mit Menschen im Ausland. Diese Menschen haben natürlich einen Namen: Engländer. Heute bei der Arbeit (mein neuer Job, den ich erst vor drei Wochen angefangen habe) sah ich mich mit mir unverständichem englischen “kollegialen” Humor konfrontiert.
Es war so: Aus meinem Mallorca-Urlaub hatte ich eine Postkarte geschrieben. Die kam nun heute endlich an. Auf jener Kate bedankte ich mich für die nette erste Woche und wie positiv ich den Job und die Leute und das Team und alles empfinde usw. Die Karte ging herum, alles gut soweit, und dann bekam ich sie wieder. Mein Name war… durchgestrichen! und dahinter stand nun der Name Richard.
Ich hatte recht viel zu tun und habe das zuerst gar nicht richtig registriert, aber irgendwann im Laufe des Tages dachte ich mir, das geht doch eigentlich überhaupt mal gar nicht. Natürlich war das scherzhaft von ihm gemeint und ich hab auch nichtmal ansatzweise was gegenteiliges vermutet. Aber sowas macht man nicht. Auch nicht als Engländer. Erst recht nicht als Engländer!
Hifesuchend rief ich eine Bekannte an, und sie meinte nur, das sei eben englischer Humor, da müsse ich mir nichts bei denken und bloß nicht als Thema aufgreifen, da verstünden die Engländer nämlich gar keinen Spaß mehr. Hab ich dann auch drauf verzichtet.
Ich lass das mal so stehen. Und vielleicht passiert sowas ja auch in deutschen Offices, ich kann das nicht beurteilen, nur vorstellen kann ich mir das nicht.

Aber Adaption ist alles. In diesem Sinne: Auf meine nächsten zwei Jahre London. Mit lustigem englischen Bürohumor.

8 Responses to “von kulturellen unterschieden - ein fallbeispiel”

  1. JB Says:

    Hi, sorry verstehe das nicht so ganz, hat der Kollege seinen Namen hingeschrieben, so als ob die Karte von ihm gewesen wäre? Falls das so ist, dann revanchiere Dich doch beim nächsten Mal, wenn er eine Karte schreibt u. Du schreibst Deine Namen hin LOL.

  2. Hanno Says:

    genau das ist passiert, richtig verstanden
    und sowas in der art hab ich auch vor ;) dazu muss er nur erstmal in urlaub fahren UND eine karte schreiben…

  3. Karsten Says:

    Also ich finde das auch sehr merkwürdig. Ich hab das hier mal mit meinem Kollegen diskutiert. Zitat: “It’s a weird one, but I don’t think it’s on his expense”. Lustiges kann er auch nicht erkennen, aber es mag ein “In Joke” sein, oder vielleicht hat sogar jemand anderes den Namen eines anderen drunter geschrieben, wer weiß. Sein Vorschlag jedenfalls: Eine dritte Person kurz befragen, wo der Witz steckt. Dann hast Du auf jedenfall wieder was zu bloggen.

  4. Hanno Says:

    durch investigative kollegen-befragungen erreich ich hier gar nix, karsten ;)
    nein im ernst, ich hab doch geschrieben, dass ich das auf sich beruhen lasse. und es war auch nicht böse gemeint von ihm, es ist nur einfach “rude”, finde ich.

    es wurden schon kriege aufgrund kleinerer dinge anfangen, oder? hehe

  5. Karsten Says:

    Hätte ja sein können, Du änderst Deine Meinung – wie sagte Nietsche(?) noch so schön? Nur ein denkender Mensch ändert stetig seine Meinung.

    Anfang November will ich ggf. nochmal mit dem Auto Richtung MS in D fahren. Do you want a lift? Irgendwie Abfahrt Donnerstagabends … obwohl Du kannst wahrscheinlich jetzt schwer Urlaub nehmen, also forget it.

  6. SQüRL Says:

    Ja, so ist das.

    Punkt 1)Zynismus
    Punkt 2)Zynismus
    Punkt 3)Zynismus

    the only sane way

  7. Speedking Says:

    nun ja, bei uns werden Namen auf Karten nicht durchgestrichen, nur … die Jugs aus der Dispo sind beleidgt, wenn keine halbnackten Ladies auf der Karte zu sehen sind …
    sind halt Primaten, muss man drüber hinweg sehen …
    Gruss Norbert ;-)

  8. Hanno Says:

    ist ja nun auch schon länger her, das hab ich schon längst verarbeitet :)

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